„…ich kann am Montag leider nicht am Unterricht teilnehmen, da ich einen nicht verschiebbaren Termin mit Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, in München habe…“
Auch erfahrene Pädagogen lernen von Zeit zu Zeit neue Gründe kennen, warum ihre Schüler nicht am Unterricht teilnehmen können. – Was war passiert?
Der ungewöhnliche Antrag auf Unterrichtsbefreiung basierte auf einer Aktion der Bayerischen Fischerjugend für die Zukunft der Fischerei in Bayern! Anlass war die persönliche Übergabe einer Petition für ein wirksames Fischottermanagement an Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, sowie an Alexander Flierl, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz im Bayerischen Landtag.
Tenor:
„Wir wollen auch in Zukunft einen guten Fischbestand in unseren Gewässern haben, weil wir durch unser Hobby die Natur sehr schätzen gelernt haben und diese auch für unsere Kinder bewahrt wissen wollen.“
Mit dabei waren unsere Jungfischerin Paulina, Bayerns jüngste Fischerkönigin, Maurice, Jungfischerkönig, und Aaron vom Fischereiverein Weißenstadt. Sie wollten sicherstellen, dass ihr Anliegen nicht nur von „alten weißen Männern“ vorgetragen wird. Begleitet wurden sie vom Landesjugendleiter Eduard Stöhr sowie der Beirätin für Inklusion, Ewelina Lautenschlager und dem Beirat Max Kern der Landesjugendleitung. Natürlich erhielten die betroffenen Schulen im Vorfeld eine offizielle Anfrage vom Landesverband, der auch gerne entsprochen wurde.
Der Tag war aufregend, spannend und abwechslungsreich. Als Petrijünger frühes Aufstehen gewohnt, reiste die Delegation mit viel Pufferzeit nach München. So konnte im Vorfeld zum Termin noch die Allianzarena mit Museum und Fanshop besucht werden, da unser Nachwuchs im „Nebenberuf“ auch fußballbegeistert ist. Hier wurde unter anderem ein Ball erworben, dem später noch eine besondere Bedeutung zukam.
Nach der Ankunft gab es, wie bei offiziellen Empfängen üblich, einen „Pressetermin“ mit Foto
Es folgte die Übergabe mit Erläuterung der Pedition
…und wer unsere Paulina kennt, kann sich gut vorstellen, dass sich dabei auch eine ungezwungene Konversation auf Augenhöhe ergeben hat.
Um sicherzustellen, dass die Petition nicht aus den Augen verloren wird, gab es noch eine Deko für den Schreibtisch der Landtagspräsidentin
Es entwickelte sich eine unterhaltsame Konversation, bei der „die alten weißen Männer“ etwas in den Hintergrund traten.
Dabei ist es ihnen gelungen für eine lockere Atmosphäre zu sorgen, die sicher dazu beigetragen hat, dass der Besuch in Erinnerung bleiben wird.
Es folgte eine Besichtung und Erklärung des Landtags, bei dem das Thema weiter erörtert wurde…
Frau Aigner war schon wieder zu dringenden Amtsgeschäften entschwunden, da fiel der Delegation auf, dass noch die finale Unterschrift fehlte. Unsere Jungfischer verließen daraufhin spontan das Protokoll und „stürmten“ durch die Gänge in das Büro der Landtagspräsidentin. Von soviel Engagement beeindruckt wurde dann auch final signiert.
Auf der Rückfahrt gab es noch ein königliches Menü im „Restaurant zum goldenen Doppelbogen“. Die Zukunft wird zeigen was dort bewirkt wurde. Es ist sicher nicht die letzte Aktivität zum Fischotterproblem gewesen, aber, um es mit Pink Floyd zu sagen, „Another Brick in the Wall“










